Im größeren Kontext der „Ursachen“ für die Zerstörung des ersten Augustiner-Doppelklosters in Eibingen wird Kaiser Friedrich I. Barbarossa in den Quellen als der primäre und personifizierte Auslöser benannt. Seine militärischen Feldzüge beendeten die anfängliche, 1148 begonnene Klostergeschichte bereits nach wenigen Jahren gewaltsam:
- Verursacher der Kriegswirren: Die Texte machen die Reichskriege und das allgemeine Kriegschaos, das von Kaiser Friedrich I. Barbarossa ausging, direkt für den Niedergang des Klosters verantwortlich. - Brandschatzung durch seine Truppen: Es waren explizit die Truppen Barbarossas, die in den Rheingau vordrangen, das Kloster brandschatzten und die Gebäude zerstörten. - Ursache für Flucht und Leerstand: Der brutale militärische Übergriff seiner Armee zwang die ansässige Ordensgemeinschaft in die Flucht. Die direkte Konsequenz dieses Angriffs war, dass die Anlage völlig verwaiste, verfiel und bis zum Jahr 1165 als ungenutzte Ruine leer stand. - Ungewollter Wegbereiter für Hildegard von Bingen: Im weitreichenden geschichtlichen Ursachengeflecht sorgten ausgerechnet Barbarossas zerstörerische Truppen dafür, dass der Ort für eine Neubesiedlung frei wurde. Indem seine Armee die ursprünglichen Augustiner vertrieb, schuf Barbarossa paradoxerweise die räumliche Voraussetzung dafür, dass Hildegard von Bingen das leerstehende Gebäude 1165 erwerben und mit ihren Benediktinerinnen berühmt machen konnte.
Zusammenfassend stellen die Quellen Friedrich I. Barbarossa als die treibende militärische Kraft dar, deren zerstörerisches Eingreifen die direkte Ursache für das Ende der augustinischen Ursprungsgemeinschaft war, wodurch das historische Fundament für die spätere weltbekannte Epoche Hildegards gelegt wurde.