Die folgenden Beiträge beleuchten die familiären und gesellschaftlichen Verbindungen Hildegards von Bingen zu bedeutenden Adelsgeschlechtern und kirchlichen Institutionen des 11. und 12. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die Netzwerke, die ihre Herkunft, ihre geistliche Entwicklung und ihr späteres Wirken nachhaltig prägten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Beziehungen zur Familie der Jutta von Sponheim, Hildegards Lehrmeisterin und ersten geistlichen Begleiterin, sowie zu Richgard von Sponheim, der Mutter Richardis von Stade. Die dargestellten Quellen und Forschungsergebnisse verdeutlichen die enge Verflechtung adeliger Familien mit Klöstern, Stiften und kirchlichen Ämtern und eröffnen einen Einblick in das soziale und politische Umfeld, in dem Hildegard lebte und wirkte.