Unter den Karolingern erhielt der Rupertsberg neue Bedeutung: Über die dortige Straßenkreuzung wurde die jetzt entstehende Pfalz in Ingelheim an die zentralen Regionen des Reiches im Westen angeschlossen.
Um 790 setzte Karl der Große hier einen engen Vertrauten als königlichen Pfalzgrafen ein, der die Zufuhr von Baumaterialien für den Ingelheimer Pfalzbau zu gewährleisten hatte. Pfalzgraf Rupert III. (um 760 – vor 834) sorgte auch dafür, dass sein Amtssitz zu einer wahrhaft kaiserlichen Stadt ausgebaut wurde: Er ist es, der das historische Vorbild für den hl. Rupertus und seine „rupertinische civitas“ abgegeben hat, das Hildegard von Bingen in ihrer Rupertusvita zeichnet.
Im Sommer 826 fand auch ein hochbedeutendes Ereignis am Rupertsberg statt: In der hiesigen Taufkapelle schritt Kaiser Ludwig der Fromme (778-840) zur Taufe des dänischen Königs Harald Klak (um 765 – um 846).
Alle mit den Tafeln verwendeten Texte sind Teil der Ausstellung. Sie enthalten Beschreibungen der historischen Entwicklung, die Dr. Schmandt, Leiter des Museums am Strom in Bingen, in seiner Forschungsarbeit zur Geschichte des Rupertsberges verfasst hat.