Die römischen Monumentalbauten werden von den Franken genutzt

Tafel 3: Rupertsberg um 550 n.Chr.
Tafel 3: Rupertsberg um 550 n.Chr.

Nach der Aufgabe Bingens durch die Römer traten Franken an deren Stelle. Sie nutzen bestehende Monumentalbauten fort, ohne sie jedoch vollständig unterhalten zu können. Der Rupertsberg wurde zur Ruinenlandschaft. Das befestigte Burgus-Gebäude wurde vermutlich zum Sitz eines königlichen Amtsträgers.

Das Militärbad wurde wahrscheinlich in eine christliche Taufkapelle umgewandelt. Durch archäologische Funde aus dem 6. und 7. Jahrhundert ist der Friedhof der fränkischen Niederlassung am Rupertsberg bekannt.

Trotz allem Rückgang und dem Zerfall der Infrastruktur in den „dunklen Jahrhunderten“ des Frühmittelalters wurden die Fernstraßen, die sich am Rupertsberg kreuzten, wohl intakt gehalten. Fernhandel und kultureller Austausch auch über weitere Entfernungen hinweg blieben weiterhin möglich.

Alle mit den Tafeln verwendeten Texte sind Teil der Ausstellung. Sie enthalten Beschreibungen der historischen Entwicklung, die Dr. Schmandt, Leiter des Museums am Strom in Bingen, in seiner Forschungsarbeit zur Geschichte des Rupertsberges verfasst hat.


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