Hildegard von Bingen errichtet ihr neues Kloster

Tafel 6: Rupertsberg um 1150 n.Chr.
Tafel 6: Rupertsberg um 1150 n.Chr.

In der Mitte des 12. Jahrhunderts präsentierte sich der Rupertsberg, an dem sich einst ein Kastell erhoben und eine frühmittelalterliche „Stadt“ geblüht hatte, als siedlungsleere Fläche: Nur die geweihte Taufkapelle mit dem Rupertusgrab hatte die Niederlegung des Ortes durch die Mainzer Erzbischöfe überstanden.

Für Hildegard von Bingen und ihr adliges Umfeld war die Stätte jedoch wie geschaffen, um ein großes Missionsprojekt zu einem glücklichen Ende zu bringen. Hildegard und ihr adliges Umfeld warben für einen Kreuzzug gegen die „Heiden“ in den weiten Regionen Skandinaviens, nachdem Hartwich von Spanheim, der Bruder von Hildegards „Lieblingsnonne“ Richardis, zum Erzbischof von Bremen erhoben worden war.

Das neue Kloster sollte zum Dreh- und Angelpunkt der Missionsaktivitäten im hohen Norden werden: Hier hatte ja schon 826 die erste Taufe eines Normannenkönigs überhaupt stattgefunden!

Alle mit den Tafeln verwendeten Texte sind Teil der Ausstellung. Sie enthalten Beschreibungen der historischen Entwicklung, die Dr. Schmandt, Leiter des Museums am Strom in Bingen, in seiner Forschungsarbeit zur Geschichte des Rupertsberges verfasst hat.


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