Das Römerkastell am Rupertsberg

Tafel 1: Rupertsberg um 100 n.Chr.
Tafel 1: Rupertsberg um 100 n.Chr.

Seit Ankunft der Römer am Rhein im späten 1. Jh. v. Chr. war Rupertsberg von großer strategischer Bedeutung: Hier trafen bedeutende Verkehrswege aufeinander – die Straße über den Hunsrück hinweg nach Trier kreuzte die Rheinuferstraße, und entlang der Nahe führte ein Weg bis nach Metz.

Außerdem befand sich nahe der Mäuseturminsel ein natürlicher Hafen, der den Rheinschiffen Gelegenheit zur Umgehung des gefährlichen Binger Lochs bot. So dürfte um Christi Geburt ein erstes Holz-Erde-Kastell am Kreuzungspunkt der Straßen nahe dem späteren Kloster entstanden sein. Davon zeugen Soldatengrabsteine aus der Mitte des 1. Jh. n. Chr. aus dem Bereich des heutigen Hauptbahnhofs.

Archäologische Hinweise auf eine Thermenanlage in der Nähe des „Hildegardisbrünnleins“ sprechen dafür, dass sich am Ort des Hildegard-Klosters um 100 n. Chr. ein Militärbad befunden hat.

Alle mit den Tafeln verwendeten Texte sind Teil der Ausstellung. Sie enthalten Beschreibungen der historischen Entwicklung, die Dr. Schmandt, Leiter des Museums am Strom in Bingen, in seiner Forschungsarbeit zur Geschichte des Rupertsberges verfasst hat.


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