Der Mainzer Erzbischof lässt den Königshof am Rupertsberg zerstören

Tafel 5: Rupertsberg um 1000 n.Chr.
Tafel 5: Rupertsberg um 1000 n.Chr.

Zur Erinnerung an die Taufe des Dänenkönigs ließ sich Pfalzgraf Rupert III. in der Taufkapelle am Rupertsberg bestatten – so entstand das Grab, das noch in Hildegards Tagen anzutreffen war und das zum Ausgangspunkt ihrer Klostergründung werden sollte. Die übrigen Gebäude der einstigen rupertinischen „Königsstadt“ am Rupertsberg waren zu diesem Zeitpunkt aber verschwunden.

Anders als es in der Rupertsvita berichtet wird, waren hingegen nicht die Normannen für diese Zerstörung der „rupertinischen civitas“ verantwortlich gewesen. Vielmehr ließ der Mainzer Erzbischof Willigis (um 940 - 1011) oder einer seiner ersten Nachfolger um 1000 die strategisch wichtige Königsstellung am Rupertsberg zerstören, weil sie zu einer Bedrohung für die entstehende bischöfliche Herrschaft an Rhein und Nahe werden konnte.


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